Freitag, 13. Mai 2016

[REZENSION] ARM ABER BIO! DAS KOCHBUCH VON ROSA WOLFF

Quelle: Rosa Wolff / Rozsika Farkas


Broschiert
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2015

Aktualisierte 4. Auflage 
(1. Auflage - 01. November 2010)
Seiten: 225
Preis: 11,95 € 

ISBN:
978-3-9813469-1-6
Verlag: Edition Butterbrot 



VERLAGSTEXT
In ihrem Erfahrungsbericht "Arm aber Bio!" hat Rosa Wolff gezeigt, dass es möglich ist, sich mit sehr wenig Geld ausschließlich von Naturkost zu ernähren. Das klappt aber nur, wenn man möglichst alles selbst zubereitet und die Zutaten den Jahreszeiten entsprechend auswählt. In "Arm aber Bio! Das Kochbuch" finden Sie 115 Rezepte für alle Tages- und Jahreszeiten und für jeden Anlass - immer köstlich und immer äußerst preiswert.


Feine Öko-Küche für wenig Geld

Den Leser erwartet ein schön bebildertes Kochbuch - dessen Leckereien von der Autorin selbst in Szene gesetzt wurden. Besonders gefällt mir, dass die Bilder nicht in Hochglanz präsentiert werden, sondern hier das Essen aussieht, wie es nun mal aussieht. Alle Rezepte sind von Rosa Wolff selbst getestet und mit aktuellen Preisangaben (Juni 2015) versehen. Auch hier geht sie wieder der Frage nach: Bio für wenig Geld - geht das überhaupt?
"Zum Glück gibt es ausreichend Grundzutaten, die auch in Bio-Qualität für jeden erschwinglich sind und aus denen sich eine Fülle von ausgezeichneten Gerichten herstellen lässt."
Es geht der Autorin nicht darum, dass jeder Mensch nur noch Bio-Lebensmittel kauft und verzehrt, sondern sie ermuntert ihre Leser dazu, sich Schritt-für-Schritt der ökologischen und gesunden Ernährung anzunähern.

Die Rezepte sind meistens für zwei Personen, können aber ohne Probleme verdoppelt oder verdreifacht werden. Rosa Wolff hat versucht möglichst wenige Zutaten zu verwenden und auf komplizierte Zubereitungen hat sie auch verzichtet. Unter den Rezepten sind viele Eigenkreationen, denn die Autorin kocht nicht nur gerne, sondern hat auch eine Menge Erfahrung im Verarbeiten von günstigen Grundzutaten. Denn sie selbst musste schon oft von der Hand in den Mund leben und als alleinerziehende Mutter ihren Sohn versorgen.
"Eigentlich bin ich überhaupt nicht der sparsame Ty, im Gegenteil. Da ich aber einerseits als Freiberuflerin und lange Zeit alleinerziehende Mutter mit finanziellen Engpässen bestens vertraut bin und andererseits Kochen schon immer meine Leidenschaft war, habe ich in einem wirklich Übung: gut kochen für wenig Geld."
Aber auch auf altbewährte Rezpete hat die Autorin nicht verzichtet, sondern sie einfach an ihre Bedingungen angepasst. Dieser Schmöker enthält nicht nur vegetarische Rezepte, denn auch wenn Rosa Wolff selbst nicht viel Fleisch und Wurst konsumiert, ist sie keine Vegetarierin und gönnt sich ab und zu ein gutes Stück Bio-Fleisch. 

Bevor die Rezeptteil beginnt, gibt es eine kleine Warenkunde und Vorratstipps, außerdem Informationen über nützliche und unnötige Hilfsmittel (z. B. Alufolie).

Wie auch schon in ihrem Erfahrungsbericht (Arm aber bio! - s. unten) hat sie sich nicht nur Gedanken über Rezepte gemacht, sondern auch darüber, wie man Energie sparen kann oder ob man sich wirklich an das Mindeshaltbarkeitsdatum halten muss. Sie geht auch auf die Preisveränderungen im Bio-Lebensmittel-Bereich ein und geht der Frage nach, ob denn alles Bio sein muss. So wird man in diesem Kochbuch nicht nur mit leckeren Speisen, sondern auch noch mit nützlichen Informationen versorgt.
    Die Rezpete selbst, sind eine bunte Mischung: Kastenbrot, Frischkornmüsli, Gemüsecremesuppe, Nudelsalat mit Schafskäse, Tofu-Curry, Milchbrötchen, Krautstrudel, Haselnusspudding, Rote Grütze...

    Rosa Wolff hat die Rezepte nicht einfach nur heruntergeschrieben sondern sie mit hilfreichen Informationen versehen: Kosten, Zubereitungszeit und Kombinationsmöglichkeiten. Außerdem steht immer dabei, ob es vegan oder vegetarisch ist und wie man das Rezept, mit ein paar wenigen Handgriffen mehr, verfeinern kann. 
    Ein "Rundumsorglospaket" sozusagen... ;-)

    Am Ende des Buch findet man Menüschvorschläge für Einladungen, sortiert nach den Jahreszeiten. Außerdem steht auch hinten im Rezeptverzeichnis nochmals dabei, ob das Gericht vegetarisch oder vegan ist.

    Fazit: Ein durch und durch gelungenes Kochbuch mit vielen Extra-Infos und schönen Bildern. Ich schmökere sehr gerne darin und habe auch schon einige Rezepte nachgekocht. Ich mag die Einfachheit der Gerichte, da mein eigener Kräuter- und Gewürzvorrat sehr minimalistisch ist und ich auch nicht vorhabe, dies zu ändern. Da es aber auch Gerichte mit (für mich) ausßergewöhnlichen Zutaten gibt, werden hier auch Menschen mit mehr Anspruch fündig - aber für beide gilt: Für wenig Geld, kommt was ordentliches auf den Tisch.


    DER ERFAHRUNGSBERICHT
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    Quelle: goodreads.com
     
    VERLAGSTEXT
    Bio ist gefragter denn je. Doch was, wenn das Geld knapp ist? Ist Naturkost dann unerschwinglich? Rosa Wolff, seit vielen Jahren Food-Journalistin, Kochbuchautorin und Restaurant-Testerin und zur fraglichen Zeit selbst knapp bei Kasse, hat es ausprobiert und einen Monat lang versucht, sich von 4,35 € am Tag ausschließlich mit Bio-Lebensmitteln zu ernähren. 


    HIER geht es zu meiner Rezension. 



    DIE AUTORIN
    Rozsika Farkas (Rosa Wolff), freie Journalistin und Autorin, hat einen erwachsenen Sohn und lebt in München. Momentan schreibt sie an einem veganen Kochbuch, dass ganz ohne Hilfe von Ersatzprodukten (z. B. Tofuwurst) auskommen soll.

    DER VERLAG
    Um ihre Bücher genau so veröffentlichen zu können wie sie es möchte, hat die Autorin einen eigenen Verlag gegründet - Edition Butterbrot. Sie ist die Verlegerin, Autorin, Fotografin, Layouterin, Sekretärin, Vertriebsleiterin, Packerin, Köchin und Zugehfrau.  
    Ihr möchtet mehr darüber erfahren? Dann bitte HIER entlang. 

    WEITERFÜHRENDE LINKS
    HIER geht es zum Interview mit GEO.DE
    HIER geht es zum Interview mit  TAZ.DE
     

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