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Samstag, 27. Juni 2015

[REZENSION] DER SOMMERMÖRDER VON NICCI FRENCH

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Quelle: goodreads.com

Taschenbuch
Erscheinungsdatum: Februar 2003

Seiten: 416
Preis: 8,90 € (nur noch gebraucht erhältlich)

ISBN:
978-3-442-45425-9 
Verlag: Goldmann
Originaltitel: Beneath the Skin (Aus dem Englischen, 2000) 
 


VERLAGSTEXT
Es ist heiß in diesem Sommer in London, ungewöhnlich heiß. Der Jahrhundertsommer ist für alle eine Qual. Nur einer genießt diese Hitze. Er beobachtet die heißen Körper der Frauen. Er riecht sie, er prägt sie sich ein, er ergötzt sich an ihrer schweißnassen Haut. Heimlich. Dann terrorisiert er sie, und schließlich tötet er die Frauen. Die Polizei gerät in hektische Aufregung. Doch der "Sommermörder" ist den Beamten und seinen Opfern immer einen Schritt voraus - bis er an Nadia gerät. Dieses eine Mal hat er seine Macht überschätzt... 


Sind wir ehrlich, beide Cover sind nicht gerade - sagen wir mal - vorteilhaft oder besonders aussagekräftig. Die Titel dagegen passen beide perfekt zum Inhalt.
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Quelle Cover: goodreads.com


"Im Sommer heizen sich ihre Körper auf. Die Hitze sickert durch die Poren ihrer nackten Haut. Heißes Licht dringt in ihre Dunkelheit. ..."
"Sie ziehen ihre Sachen aus, all die dicken, hochgeschlossenen Schichten, die sie im Winter tragen, und lassen die Sonne auf ihre Arme und ihren Hals scheinen, lassen sie zwischen ihren Brüsten nach unten strömen."
Es ist ein brütendheißer Sommer in London, als der "Sommermörder" seine Opfer ausspioniert, terrorisiert und dann tötet. Zoe, Jennifer und Nadia - drei Frauen die unterschiedlicher kaum sein könnten, nur verbunden durch IHN. Drei Frauen und nur eine wird überleben. Er hält sich in ihrer Nähe auf, immer in einer anderen Funktion. Alle drei kennen ihn, erkennen aber nicht die Gefahr die von ihm ausgeht. 

Das macht die Geschichte so unheimlich spannend. Der "Sommermörder" hält sich immer in der Nähe auf - als Freund und Helfer oder einfach nur als Beobachter. Er lernt die Frauen auf unterschiedliche Weise kennen und belästigt sie dann. Er kündigt ihnen ihren Tod an und auf dem Höhepunkt ihrer Angst schlägt er zu. 

Das Autorenduo Nicci French schreibt einfach gute Psychothriller. Ihre Figuren sind immer gut ausgearbeitet und nie oberflächlich. Man lebt richtig mit den Frauen mit und obwohl man es weiß, hofft man doch, dass sie ihm entkommen können. 

  • Zoe ist eine junge Lehrerin, die sich gerade von ihrem Freund getrennt hat. Sie erkennt erst zu spät, von wem die eigentliche Gefahr ausgeht.
  • Jennifer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Diesen verhängnisvollen Sommer hat sie ein Projekt: Sie möchte ihr Haus komplett neu renovieren. Doch eines Tages durchkreuzt ein Brief mit der Botschaft "..ich werde dich töten." ihr Vorhaben. Sie hält das Ganze für einen Scherz ...
  • Nadia ist chaotisch und von Beruf "Clown". Mit ihrem Geschäftspartner tritt sie auf Kinderfesten und anderen Veranstaltungen auf. Im Gegensatz zu Zoe und Jennifer hat sie relativ schnell einen Verdacht, wer hinter den Grausamkeiten stecken könnte. Sie kommt auch hinter ein schreckliches Geheimnis, dass den Tod einer der Frauen in einem anderen Licht erscheinen lässt. 

Die Geschichte wird in drei Teilen erzählt und schildert das Leben des jeweiligen Opfers in Ich-Form. In Kursiv-Schrift kommt auch der Täter immer mal wieder zu Wort.
"Ich habe sie gefunden. Meine perfekte Dritte."


Fazit: "Der Sommermörder" ist eines meiner Lieblingsbücher und ich habe ihn schon mehrmals gelesen - trotzdem fiebere ich immer wieder mit den Frauen mit. Vielleicht konnte ich euch ja neugierig machen!?


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Quelle: goodreads.com















DIE AUTOREN
Hinter dem Verfassernamen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard (geb. 1958) und Sean French (geb. 1959). Sie leben und schreiben in Südengland. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder und Nicci Gerrard hat zwei weitere Kinder aus ihrer ersten Ehe. Nicci und Sean sind beide Journalisten und haben beide in Oxford Englische Literatur studiert. Obwohl sie zur gleichen Zeit dort waren, sind sie sich nie über den Weg gelaufen. Sie sind sich erst viel später begegnet - als beide für das Magazin "New Statesman" gearbeitet haben.


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