Samstag, 16. Mai 2015

[REZENSION] DAS KÜSTENGRAB VON ERIC BERG


http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Berg_EDas_Kuestengrab_162285.jpg
Quelle: Random House


Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2015

(Originalausgabe: 22.September 2014)
Seiten: 432
Preis: 9,99 € 

ISBN:
978-3-7341-0218-9
 
Verlag: Blanvalet
Handlungsort: Ostseeinsel Poel



VERLAGSTEXT
Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.
Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht.



In diesem Krimnalroman geht es um eine Clique die auf der Insel Poel aufgewachsen ist. In ihrem kleinen Dorf gab es nicht viele Kinder, also haben sie sich zusammengetan und allerlei Unsinn getrieben. Die Clique bestand damals aus Mike, Harry, Margarethe, Lea, Jacqueline, Julian und Pierre. Doch im Jahr 1990 war nicht nur der Mauerfall ein großes Thema bei den damals (ca.)18-jährigen. Auch ihr Freund Julian ist in diesem Jahr spurlos verschwunden. Man hat nie nach ihm gesucht, da zu diesem Zeitpunkt viele junge Menschen einfach verschwunden sind. 

Lea und ihre Schwester Sabina haben im selben Jahr ihre Eltern verloren. Während Lea nach Argentinien ausgewandert ist, wurde Sabina später Polizistin. Die beiden haben sich komplett aus den Augen verloren, denn eigentlich mochten sie sich noch nie. Die ältere Sabina war immer neidisch auf ihre jüngere Schwester und deren Freunde. 

Der Krimi wird in zwei Teilen erzählt. Lea ist mittlerweile um die 40, Fotografin und geschieden. Sie ist aus für sie unerklärlichen Gründen zurück auf die Insel und hatte dort einen schweren Autounfall, bei dem ihre Schwester Sabina ums Leben kam. Lea selbst erlitt zahlreiche Verletzungen und kann sich an fast nichts mehr erinnern. Auf Anraten ihrer Ärztin geht sie zurück auf die Insel, wird aber von ihren ehemaligen Freunden nicht gerade freudig empfangen. Während die einen schweigen oder lügen, bekommt sie von anderen kryptische Nachrichten. Alle haben sich sehr verändert und wirken sehr unglücklich. Was ist seit damals passiert? Was hatte sie auf der Insel zu suchen, hat etwa Julians Verschwinden etwas damit zu tun? 
Warum musste ihre Schwester sterben? Zufall? Schicksal? Mord?

Die Geschichte von Lea wird in Ich-Form und in der Gegenwart (September 2013 - nach dem Unfall), erzählt. Sie schlittert etwas planlos durch die Geschichte, denn da sie ohne Erinnerung ist,  muss sie sich auf die Erzählungen ihrer Freunde verlassen. 

Der zweite Teil der Geschichte wird von Leas Schwester Sabina in der dritten Person erzählt. Allerdings vier Monate zuvor, denn sie kam ja bei dem Autounfall ums Leben. Die Schwestern halten nicht viel voneinander und aus Sabinas Sicht ist Lea gar nicht so unschuldig und nett. Das macht die Geschichte natürlich noch spannender. Man erfährt gleich zu Beginn warum Sabina auf der Insel ist. Das Verschwinden von Leas Ex-Freund Julian gibt bis heute Rätsel auf. Sie wird gebeten, sich noch einmal umzuhören und etwas neues herauszufinden. Sie schnüffelt herum und das stößt natürlich auf Widerwillen bei den verschwiegenen Einwohnern. Denn sie haben tatsächlich etwas zu verbergen ... soviel ist sicher. Ist das Sabinas Todesurteil?

Hin und wieder gewährt auch einer der Einwohner einen Blick hinter die Kulissen, aber hauptsächlich wird die Geschichte von Lea und Sabine getragen.

Bleibt noch eine letzte Frage: Wird Lea je ihr Gedächtnis wiedererlangen?  
Soviel sei gesagt: Am Ende steht zumindest der Leser der Wahrheit Auge in Auge gegenüber.

Fazit: Die Geschichte war leicht und flüssig zu lesen. Die Zeitsprünge haben überhaupt nicht gestört und es blieb immer spannend. Da der Autor die Story aus verschiedenen Blickwinkeln und Zeiten erzählt, kann man sich wunderbar in die Geschehnisse hineindenken. 

© Derek Henthorn

Der deutsche Schriftsteller Eric Walz ist 1966 in Königstein im Taunus geboren und lebt heute in Berlin. Nach der Schule hat er eine Lehre als Einzelhandelskaufmann gemacht und arbeitete danach als kaufmännischer Angestellter. Nach einigen weiteren Jahren, einem abgebrochenen Germanistikstudium, einem Job als Personal Trainer und Model, beschloss er mit 35, sich voll und ganz auf seine Karriere als Autor zu konzentrieren. Er schreibt hauptsächlich historische Romane.
Unter dem Pseudonym Eric Berg verfasst er Kriminalromane für Erwachsene und Jugendliche. 
Quellen: wikipedia, Histo-Couch, Krimi-Couch



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