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Freitag, 16. Januar 2015

[REZENSION] EIN BUCHLADEN ZUM VERLIEBEN VON KATARINA BIVALD

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Bivald_KEin_Buchladen_zum_Verlieben_147513.jpg
Quelle: Random House


Hardcover
Erscheinungsdatum: 11. August 2014
Seiten: 448
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-442-75456-4
Verlag: btb
Originaltitel: Läsarna i Broken Wheel rekommenderar (aus d. Schwedischen., 2013) 

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VERLAGSTEXT
Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy. 




Ich habe eine wunderschöne Ausgabe in englischer Sprache entdeckt.

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Quelle: goodreads.com



Das Cover passt wunderbar zum Inhalt. Nachdem Sara die Buchandlung eröffnet hat, sitzt sie, meist total versunken in einem Buch, auf einem Sessel und nimmt um sich herum nichts mehr wahr. Die Einwohner stehen immer völlig erstaunt vor dem Schaufenster und können es gar nicht glauben.







Was lieben Sie mehr - Bücher oder Menschen?

Das Buch hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Leider hat mir das Ende überhaupt nicht gefallen, irgendwie hat es den Zauber der Geschichte zerstört. 

Die 28-jährige Sara aus Schweden pflegt eine Brieffreundschaft mit der 68-jährigen Amerikanerin Amy aus Iowa. Sie schreiben hauptsächlich über Bücher, aber auch über das Leben an sich. Was Sara nicht weiß, Amy ist sehr krank. Als die Einladung der alten Dame ins Haus flattert, sie doch mal in Broken Wheel zu besuchen, packt Sara die Gelegenheit beim Schopf. Ihr Visum erlaubt es ihr, 3 Monate dort zu bleiben. Doch kaum angekommen, erfährt sie von Amys Tod. Aber da die Gemeindemitglieder ihre einzigste Touristin nicht verlieren möchten, quartieren sie Sara kurzerhand in Amys Haus ein. Auch wenn die Einwohner allesamt total seltsam sind, lesen sie ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Um sich zu revanchieren fasst Sara einen Entschluss. Warum Amys Bücher nicht mit der Gemeinde teilen? Wenn Bücher sie selbst so glücklich machen, dann klappt es vielleicht auch mit den abgestumpften Menschen des kleinen fast ausgestorbenen Örtchens.

Wie kommt man auf die Idee so ein Buch zu schreiben?
"Mich bewegte vielmehr die Frage, was ein Buchladen für eine kleine ausgestorbene Gemeinde bedeuten kann, die so richtig am Boden liegt. Und was die Leute dort wirklich zum Lesen bewegen könnte."
Anfangs hat die kleine Buchhandlung, die von der gelernten Buchhändlerin Sara ehrenamtlich geführt wird, kaum Zulauf. Doch nach und nach finden sich immer mehr Menschen - auch von außerhalb - in dem gemütlichen Geschäft ein. 

Wie weckt man das Interesse der Menschen am Lesen, die sonst nie ein Buch in die Hand nehmen?
"Sara erfindet also ihr eigenes Sortiersystem – Krimis werden zu Sex, Gewalt und Waffen. Es gibt ein extra Regal für diejenigen, die eigentlich gar nicht so wirklich viel lesen wollen (Keine unnötigen Wörter), Chicklit und die ganzen wunderbaren Wohlfühlromane laufen unter Für Freitagabende und den faulen Samstagmorgen im Bett."
 Quelle Zitate: Random House 

Auch auf die Liebe muss man in diesem Schmöker nicht verzichten, allerdings hätte die Autorin hier mehr herausholen können. Irgendwie ist bei mir der Funke nicht übergesprungen.

In dem Buch sind die Briefe abgedruckt, die Amy und Sara sich geschrieben haben. Außerdem gibt es einige kurze Kapitel, die einen Einblick in das Leben der etwas verschrobenen Bewohner gewähren. So erfährt man auch, wie sich deren Leben durch das Lesen von Büchern verändert.  

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt und wirkt etwas verschroben - im positiven Sinne. Denn wirklich normal ist in diesem fiktiven Städtchen nichts. Die schwedische Autorin hat einen sehr charmanten und witzigen Schreibstil und hebt sich dadurch von der Masse ab. 

Fazit: Das Buch ist total schön und ich kann es euch nur ans Herz legen, aber wie schon erwähnt, hat mir das Ende überhaupt nicht gefallen. Es war total weit hergeholt und hat überhaupt nicht zum Rest der zauberhaften Geschichte gepasst. 
Manchmal ziehe ich auch die Gesellschaft von Büchern vor. Da kann ich die Protagonistin sehr gut verstehen. :-)

 
DIE AUTORIN
Katarina Bivald lebt mit ihrer Schwester in Schweden. Sie hat 10 Jahre lang in einem Buchladen gearbeitet.



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